Utwory organowe Franciszka Liszta

Autor

  • Szilveszter Rostetter

DOI:

https://doi.org/10.15633/pms.905

Abstrakt

Franz Liszt gilt fur viele als der groste Pianist der Welt. Seine Reisen erweckten in ihm das Interesse fur die Geschichte und Musik der alten Zeiten. 1848 lies er sich in Weimar nieder, wo er u. a. Bachs Musik und die Orgeln studierte. Hier pragte er die Gattung der Sinfonischen Dichtung. Seine Neigung zur Orgel wurzelte u.a. in seiner Affinitat zur Katholischen Kirche. Liszt wollte Priester werden, aber sein Vater hatte es ihm verboten. Spater lies er sich in den Dritten Orden der Franziskaner aufnehmen, und 1864 wurde er zum Akoluth geweiht. Im Bereich der Orgelmusik vollzog Liszt auch viele Neuerungen. Er selbst komponierte wenige Werke auf Orgel, aber viele eigene Werke wurden von ihm oder seinen Organistenfreunden unter seiner Mitwirkung paraphrasiert. Liszts Orgelmusik handelt von der Beziehung zwischen Mensch und Gott und vom Mysterium der Jungfrau Maria. 1850 ertonen die ersten Orgelstucke: zwei Gottschalg-Paraphrasen, Consolationes in Des-Dur und E-Dur. Sein erstes eigenes – und zugleich das monumentalste – Orgelwerk, ebenfalls aus 1850, ist Ad nos, ad salutarem undam, das er auf die Choralmelodie der Oper Le Prophete von Meyerbeer schrieb. Fur die Einweihung der Merseburger Orgel komponierte Liszt Fantasie und Fuge uber das Thema B-A-C-H. Da das Werk nicht rechtzeitig fertig wurde, erklang 1855 auf dem Einweihungsfest Ad nos. In diesen Jahren entstanden die Stucke Gebet und Andante religioso, letzteres nach der Sinfonischen Dichtung Cequ’on entend sur la montagne. Danach komponierte Liszt vier Jahre lang keine Musik fur die Orgel. Zum Gedenken an seinen 1859 verstorbenen Sohn wurde 1860 die Trauerode, die Ubertragung einer aus den Drei Traueroden fur Orchester angefertigt. Das Stuck enthalt viele neue Harmonie-Losungen. Aus diesem Jahr stammen die Orgelubertragungen der Sinfonischen Dichtung Orpheus und einiger Teile der Dante-Sinfonie. 1861 zog Liszt nach Rom. 1862 schrieb er die Stucke Ave Maria von Arcadelt, Evocation und Hosannah, und das Oratorium Die Legende von der Heiligen Elisabeth, dessen Einleitung auch auf die Orgel ubertragen wurde. Letztere ist die Paraphrase eines Teils von Cantico del Sol di San Francesco d’Assisi, einen anderer Teil dessen bildet das 1880 komponierte San Francesco. Evocation thematisiert Liszts Vision in der Sixtus-Kapelle, in der Mozart 1770 Allegris Miserere nach einmaligem Horen niederschreibt. Zum Tode sejner Tochter Blandine beendete er die fruher angefangene Phantasie Weinen Klagen, in der er mehrmals Bachs Musik zitiert. In seiner romischen Einsamkeit entstand 1863 Andante maestoso Kyrill und Method zur Ehre und Der Papst Hymn aus dem Christus-Oratorium. Ora pro nobis stammt von 1864. Von diesem Stuck an scheinen seine Werke oft unvollendet, als wurden sie den Ubergang ins Jenseits kennzeichnen. Ein Jahr spater wurde Weimars Volkslied fertig. Das Offertorium ist ein Satz der fur die Kronung Franz Josephs geschriebenen Messe (1867). Danach folgen die Orgelubertragungen der Chorlieder Ave Maris stella und Ave Maria. Auch der Anfang der 70er Jahre ist die Zeit der Stille. Liszts Leben teilt sich zwischen Rom, Pest und Weimar. 1875 entstehen die Werke Excelsior, der Eroffnungssatz von Glocken des Strassburger-Munsters, Salve Regina und Weihnachten. Angelus bildet ein Stuck aus dem dritten Band der Annees de pelerinages von 1877. Das kurzeste Orgelstuck ist Rezignazione, das mit periodischem Wohlklang beginnt, um sich allmahlich im Nichts aufzulosen. Liszt wollte die fur Orgelsolo komponierten Teile von Via Crucis (ein Stuck fur Chor und Orgel) als Orgelwerk veroffentlichen, es geschah aber erst nach seinem Tod. Seine letzten romischen Werke, bevor er 1879 nach Pest umsiedelt, sind Rosario und Missa pro organo. In der ungarischen Hauptstadt komponiert er Ungarns Gott, das von einem Gedicht des ungarischen Dichters Sandor Petıfi inspiriert wurde. In seinen letzten Lebensjahren hat Liszt einen eigentumlichen Weg beschritten, manchmal auf der Grenze der Atonalitat. Aus dem Jahre 1883 stammen die Werke Am Grabe Richard Wagners, das unsprunglich fur Mannerchor verfasste Requiem, und das fur die Einweihung der Rigaer Orgel komponierte Choral. Im gleichen Jahr ubertrug er sein fast 40 jahriges Stuck, Sposalizio, auf die Orgel, mit dem Titel Zur Trauung. Seine letzten Werke, Introitus und Preludium streben monumentale Klangeffekte an. Zum Schluss konnen wir feststellen, dass der geeigneteste Ort fur Liszts Orgelwerke nicht der Konzertraum, sondern die Kirche ist, weil diese Musik zur Kontemplation anspornt. Gerade diese tiefe Religiositat ist es vielleicht, die die meisten Musikwissenschaftler bei ihm nicht ganz verstehen und nachempfinden konnen.

Bibliografia

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Pobrania

Opublikowane

2011-12-14

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Artykuły i rozprawy